Hypothekenrechner (Baufinanzierung)

Planen Sie Ihren Immobilienkauf mit realistischen monatlichen Raten, Tilgungsplan und Kaufnebenkosten.

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Gesamt der 360 Hypothekenzahlungen
Gesamtzinsen
Hypothekenenddatum
Aktuelle Hypothekenzinsen: 30 Jahre: 6,578% | 15 Jahre: 5,882% | 10 Jahre: 5,764%

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Berechnungsbeispiele

Berechnungsfall Ergebnis
Baufinanzierung 400.000 Euro, 3,5 Prozent Sollzins, 2 Prozent Tilgung Monatliche Rate ca. 1.833 Euro
Restschuld nach 10 Jahren Zinsbindung bei obigem Beispiel Ca. 330.000 Euro Restschuld fuer Anschlussfinanzierung
5.000 Euro Sondertilgung pro Jahr zusaetzlich Verkuerzt die Gesamtlaufzeit um mehrere Jahre und spart Tausende Euro Zinsen

Wie benutzt man den Hypothekenrechner?

Geben Sie den Kaufpreis der Immobilie, Ihr Eigenkapital, den Sollzinssatz und die gewünschte Zinsbindungsdauer ein. Der Rechner ermittelt daraus die monatliche Annuitätenrate, die Restschuld am Ende der Zinsbindung und die insgesamt gezahlten Zinsen. Passen Sie den Tilgungssatz an: Schon der Unterschied zwischen 1% und 3% anfänglicher Tilgung kann die Gesamtlaufzeit um viele Jahre verkürzen und zehntausende Euro Zinsen sparen. Für eine realistische Planung empfiehlt sich eine anfängliche Tilgung von mindestens 2%, besser 3%, besonders in Phasen historisch niedriger Zinsen.

Komponenten einer Baufinanzierung in Deutschland

Der Darlehensbetrag ergibt sich aus dem Kaufpreis abzüglich Ihres Eigenkapitals. Experten empfehlen, mindestens 20% des Kaufpreises sowie die gesamten Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, evtl. Makler) aus Eigenmitteln zu finanzieren. Eine 80%-Beleihung sichert in der Regel bessere Zinssätze.

Der Sollzinssatz beschreibt den reinen Zins für das geliehene Kapital. Der Effektivzinssatz (gemäß Preisangabenverordnung, PAngV) schließt zusätzliche Kosten ein und ist der entscheidende Vergleichswert zwischen verschiedenen Bankangeboten. Typische Zinsbindungsfristen in Deutschland liegen bei 5, 10, 15 oder 20 Jahren. Nach Ablauf der Zinsbindung besteht ein Zinsänderungsrisiko für die verbleibende Restschuld.

Verlauf einer Baufinanzierung: Tilgungsanteil steigt, Zinsanteil sinkt über die Laufzeit

Nützliche Tipps 💡

  • Berechnen Sie die Kaufnebenkosten separat und planen Sie diese vollständig aus Eigenkapital, damit das Darlehen nur den reinen Kaufpreis abdeckt.
  • Vergleichen Sie immer den Effektivzins, nicht den Sollzins, wenn Sie Angebote verschiedener Banken gegenüberstellen.

📋Schritte zur Berechnung

  1. Geben Sie Kaufpreis, Eigenkapital, Sollzins und Tilgungssatz ein.

  2. Wählen Sie die gewünschte Zinsbindungsdauer (z. B. 10 oder 15 Jahre).

  3. Klicken Sie auf "Berechnen", um monatliche Rate, Gesamtzinsen und Restschuld zu sehen.

Häufige Fehler ⚠️

  1. Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler) vergessen: Diese betragen je nach Bundesland und Situation 7 bis 12 Prozent des Kaufpreises.
  2. Den vollen Kaufpreis als Darlehenssumme eingeben, ohne das Eigenkapital abzuziehen.
  3. Glauben, dass eine feste Rate bedeutet, dass alle Kosten stabil bleiben: Zins und Tilgung sind fest, Grundsteuer und Versicherungen koennen aber steigen.
  4. Zu niedrige Tilgung waehlen: Bei 1 Prozent anfaenglicher Tilgung und 3 Prozent Zinsen dauert die vollstaendige Rueckzahlung oft 40 bis 50 Jahre.

Praktische Anwendungen📊

  1. Tragbarkeit prüfen: Als Faustregel gilt, dass die monatliche Rate maximal 30 bis 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens betragen sollte.

  2. Tilgungshöhe optimieren: Vergleichen Sie, wie sich 1, 2 und 3 Prozent anfängliche Tilgung auf Laufzeit und Gesamtzinskosten auswirken.

  3. Anschlussfinanzierung vorbereiten: Lassen Sie sich die Restschuld am Ende der Zinsbindung anzeigen und kalkulieren Sie das Zinsaenderungsrisiko ein.

Fragen und Antworten

Was ist ein Hypothekenrechner?

Ein Hypothekenrechner simuliert den vollständigen Verlauf eines Immobiliendarlehens auf Basis von Darlehensbetrag, Zinssatz, Tilgung und Laufzeit. Er zeigt die monatliche Annuitätenrate, den Tilgungsplan, die insgesamt gezahlten Zinsen und die Restschuld am Ende der Zinsbindung. Er ist ein unverzichtbares Planungswerkzeug vor jedem Bankgespräch zur Baufinanzierung.

Wie hoch sollte das Eigenkapital sein?

Für eine solide Baufinanzierung in Deutschland empfehlen Experten mindestens 20% des Kaufpreises zuzüglich der gesamten Kaufnebenkosten aus Eigenkapital. Das bedeutet: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro sollten mindestens 80.000 Euro plus rund 32.000 bis 48.000 Euro Nebenkosten, also insgesamt etwa 110.000 bis 130.000 Euro, aus eigenen Mitteln stammen. Mehr Eigenkapital senkt die Beleihungsquote und damit in der Regel den Zinssatz spürbar.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins beschreibt den reinen Zins auf das geliehene Kapital. Der Effektivzins (früher Effektivjahreszins) bezieht gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) auch Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren und Tilgungsverrechnung ein. Er ist der gesetzlich vorgeschriebene Vergleichswert für Kreditangebote. Beim Vergleich verschiedener Banken immer den Effektivzins heranziehen, nie nur den Sollzins.

Welche Rolle spielt die Zinsbindung?

Die Zinsbindungsfrist (typisch 5, 10, 15 oder 20 Jahre) legt fest, wie lange Ihr Zinssatz garantiert konstant bleibt. Da in Deutschland Immobilienkredite selten innerhalb der Zinsbindung vollständig getilgt werden, entsteht danach eine Restschuld, die zu dann gültigen Marktzinsen refinanziert werden muss. Lange Zinsbindungen bieten Planungssicherheit, kosten aber meist einen leichten Zinsaufschlag.

Wie wirkt sich die Tilgungshöhe aus?

Die anfängliche Tilgungsrate hat enorme Auswirkung auf Gesamtkosten und Laufzeit. Bei einem Darlehen über 300.000 Euro zu 3,5% Zins dauert die Rückzahlung bei 1% Tilgung etwa 47 Jahre, bei 3% Tilgung nur noch rund 25 Jahre. Jeder Prozentpunkt mehr Tilgung spart über die Laufzeit oft zehntausende Euro Zinsen. Als Faustregel: Wählen Sie mindestens 2%, besser 3% anfängliche Tilgung.

Was sind Kaufnebenkosten?

Zusätzlich zum Kaufpreis fallen in Deutschland an: Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zwischen 3,5% (Bayern, Sachsen) und 6,5% (Brandenburg, NRW, Thüringen), Notar- und Grundbuchgebühren von etwa 1,5 bis 2% sowie bei Maklerbeteiligung eine Provision von in der Regel 3,57% inklusive Mehrwertsteuer je Partei. Insgesamt rechnen Sie mit 7 bis 12% Kaufnebenkosten, die idealerweise vollständig aus Eigenkapital bezahlt werden.

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist besteht in der Regel noch eine Restschuld, die zu neuen Konditionen refinanziert werden muss. Diese Anschlussfinanzierung kann bei deutlich höheren Marktzinsen die monatliche Belastung erheblich steigern. Um dieses Risiko zu kalkulieren, zeigt unser Rechner die Restschuld am Ende der Zinsbindung. Alternativ können Sie eine Forward-Darlehen abschließen, um sich heutige Zinsen für die Zukunft zu sichern.

Wie hilft der Rechner beim Hauskauf in Deutschland?

Der Rechner ist auf das in Deutschland übliche Annuitätendarlehen ausgelegt. Er hilft Ihnen, die monatliche Belastung realistisch einzuschätzen und zu prüfen, ob diese zur Faustregel von maximal 30 bis 40% des Nettohaushaltseinkommens passt. Zudem können Sie durch Variation von Tilgung und Zinsbindung verschiedene Finanzierungsszenarien vergleichen, bevor Sie zur Bank gehen.

Berücksichtigt der Rechner KfW-Förderung?

Dieser Rechner kalkuliert ein klassisches Bankdarlehen. KfW-Förderprogramme (z. B. KfW 261 für energieeffizientes Bauen) haben eigene Konditionen mit teils tilgungsfreien Anlaufjahren und vergünstigten Zinssätzen. Wenn Sie eine KfW-Förderung in Ihre Planung einbeziehen möchten, empfiehlt sich eine Kombination: Tragen Sie das KfW-Darlehen als separaten Baustein mit eigenen Konditionen ein und addieren Sie die Ergebnisse. Für komplexe Mischfinanzierungen ist eine unabhängige Beratung durch einen Finanzierungsexperten empfehlenswert.
Hinweis: Dieser Rechner dient dazu, hilfreiche Schätzungen zu Informationszwecken bereitzustellen. Obwohl wir uns um Genauigkeit bemühen, können die Ergebnisse je nach örtlichen Gesetzen und individuellen Umständen variieren. Wir empfehlen, bei wichtigen Entscheidungen einen professionellen Berater zu Rate zu ziehen.