Schwangerschaftsrechner

Geburtstermin und Schwangerschaftswoche berechnen — kostenlos nach der Naegele-Regel.

Bitte geben Sie die erforderlichen Details ein und klicken Sie auf Berechnen.

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Berechnungsbeispiele

Berechnungsfall Ergebnis
Letzte Periode: 1. Januar 2025 Entbindungstermin: ca. 8. Oktober 2025 (SSW 40+0)
Aktuelle Woche bei Periode am 10. März Format: z. B. 12+4 (12 Wochen, 4 Tage)
Mutterschutzbeginn bei ET 15. Dezember Mutterschutz ab ca. 3. November (6 Wochen vorher)

Wie benutzt man den Schwangerschaftsrechner?

Tragen Sie den ersten Tag Ihrer letzten Periode oder das geschätzte Empfängnisdatum in den Rechner ein. Wählen Sie die Berechnungsmethode und klicken Sie auf „Berechnen". Das Tool zeigt Ihnen den errechneten Entbindungstermin (ET), die aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW) im Format Wochen+Tage, zum Beispiel 12+4, sowie das aktuelle Trimester. Basis ist der medizinische Standard von 40 Wochen (280 Tagen) ab dem ersten Tag der letzten Periode, wie ihn die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in ihren Leitlinien beschreibt. Das Ergebnis dient der Orientierung — verbindlich ist die Terminbestimmung per Ultraschall beim Frauenarzt.

Was beeinflusst Schwangerschaft und Vorsorge?

Die Schwangerschaft dauert medizinisch 40 Wochen, gerechnet vom ersten Tag der letzten Periode — nicht vom Zeitpunkt der Befruchtung. Sie gliedert sich in drei Trimester: das erste (SSW 1 bis 12), das zweite (SSW 13 bis 27) und das dritte (SSW 28 bis 40). Laut Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA, Stand 2024) stehen jeder Schwangeren in Deutschland mindestens zehn Vorsorgeuntersuchungen zu, dokumentiert im Mutterpass.

Die empfohlene Gewichtszunahme richtet sich nach dem Ausgangs-BMI: Bei Normalgewicht (BMI 18,5 bis 24,9) sind 11,5 bis 16 kg empfohlen, bei Übergewicht (BMI 25 bis 29,9) 7 bis 11,5 kg — gemäß den Empfehlungen des Institute of Medicine (IOM), die auch von der DGGG referenziert werden. Folsäure (400 Mikrogramm täglich) sollte laut Robert Koch-Institut bereits vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft eingenommen werden, um Neuralrohrdefekte um bis zu 70 % zu reduzieren.

Zum Mutterschutz: In Deutschland beginnt die Mutterschutzfrist 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt (bei Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen), geregelt im Mutterschutzgesetz (MuSchG) in der Fassung vom 23. Mai 2017.

Stadien der vorgeburtlichen Entwicklung nach Trimestern mit Embryo- und Fötusgrößen

Nützliche Tipps 💡

  • Tragen Sie den exakten ersten Tag der letzten Periode ein — auch ein Tag Abweichung verschiebt den errechneten Termin.
  • Bei Zyklen kürzer als 21 oder länger als 35 Tage kann die Naegele-Regel abweichen — sprechen Sie die Terminbestimmung mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt ab.

📋Schritte zur Berechnung

  1. Datum eingeben: Ersten Tag der letzten Periode oder das Empfängnisdatum eintragen.

  2. Methode wählen: Berechnung per letzter Periode (Naegele-Regel) oder per Empfängnisdatum.

  3. Berechnen klicken: Entbindungstermin, aktuelle SSW und Trimester werden sofort angezeigt.

Häufige Fehler ⚠️

  1. Schwangerschaft mit 9 Monaten gleichsetzen: Medizinisch dauert sie 40 Wochen, also etwa 9 Monate und 1 Woche.
  2. Datum des Geschlechtsverkehrs als Empfängnisdatum verwenden: Befruchtung kann bis zu 5 Tage nach dem Eisprung erfolgen, der Zeitpunkt ist selten exakt bekannt.
  3. Zykluslänge ignorieren: Bei einem 35-Tage-Zyklus findet der Eisprung etwa 7 Tage später statt als bei einem 28-Tage-Zyklus — der Termin verschiebt sich entsprechend.

Praktische Anwendungen📊

  1. Entbindungstermin ermitteln und Mutterschutzbeginn (6 Wochen vorher) gezielt vorausplanen.

  2. Vorsorgeuntersuchungen nach Mutterschafts-Richtlinien des G-BA terminlich einordnen.

  3. Schwangerschaftswochen mit Ultraschallbefund abgleichen und Abweichungen mit dem Frauenarzt besprechen.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert ein Schwangerschaftsrechner?

Der Schwangerschaftsrechner berechnet den Entbindungstermin, die aktuelle Schwangerschaftswoche und das Trimester auf Basis des ersten Tages der letzten Periode oder des Empfängnisdatums. Er wendet die Naegele-Regel an: erster Tag der letzten Periode plus 280 Tage. Das Ergebnis stimmt bei einem 28-Tage-Zyklus zuverlässig — bei abweichenden Zykluslängen sollte der Termin per Ultraschall bestätigt werden.

Wie weit bin ich in meiner Schwangerschaft?

Geben Sie den ersten Tag Ihrer letzten Periode in den Rechner ein. Das Tool berechnet die aktuelle Schwangerschaftswoche im Format SSW+Tage, zum Beispiel 8+3 für 8 Wochen und 3 Tage. Das erste Trimester umfasst SSW 1 bis 12, das zweite SSW 13 bis 27, das dritte SSW 28 bis 40.

Was ist die Naegele-Regel?

Die Naegele-Regel ist die medizinische Standardformel zur Berechnung des Entbindungstermins: Erster Tag der letzten Periode plus 7 Tage, minus 3 Monate, plus 1 Jahr. Das entspricht exakt 280 Tagen (40 Wochen). Sie wurde 1812 vom deutschen Geburtshelfer Franz Karl Naegele beschrieben und ist bis heute internationaler Standard, unter anderem nach Leitlinien der DGGG und der American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG).

Wie sicher ist der errechnete Geburtstermin?

Nur etwa 4 % der Babys kommen exakt am errechneten Termin zur Welt. Ein Zeitraum von 2 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem ET gilt als Reifgeburt (SSW 38 bis 42). Laut DGGG-Leitlinien ist der Ultraschall im ersten Trimester (idealerweise SSW 9 bis 12) die zuverlässigste Methode zur Terminbestimmung mit einer Abweichung von nur ±5 Tagen.

Ab wann zählt man die Schwangerschaftswochen?

Die Schwangerschaftswochen beginnen medizinisch am ersten Tag der letzten Periode, obwohl die eigentliche Befruchtung erst etwa 14 Tage später stattfindet. Das heißt: In SSW 1 und 2 besteht noch keine Schwangerschaft im biologischen Sinn. Diese Zählweise ist international standardisiert und wird im deutschen Mutterpass verwendet.

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind in Deutschland vorgeschrieben?

Laut Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA, 2024) hat jede Schwangere Anspruch auf mindestens 10 Vorsorgeuntersuchungen sowie 3 Ultraschalluntersuchungen (in SSW 9 bis 12, SSW 19 bis 22 und SSW 29 bis 32). Alle Befunde werden im Mutterpass dokumentiert. Unser Rechner hilft, die Zeitfenster dieser Untersuchungen anhand Ihrer SSW zu bestimmen.

Wann beginnt der Mutterschutz in Deutschland?

Der gesetzliche Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt (§ 3 MuSchG). Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich der Schutz nach der Geburt auf 12 Wochen. Geben Sie Ihren Entbindungstermin in den Rechner ein — das Mutterschutzstartdatum lässt sich so direkt ablesen.

Was bedeutet Gewichtszunahme in der Schwangerschaft?

Die empfohlene Gewichtszunahme hängt vom Ausgangs-BMI ab. Bei Normalgewicht (BMI 18,5 bis 24,9) empfehlen das Institute of Medicine (IOM) und die DGGG 11,5 bis 16 kg. Bei Übergewicht (BMI 25 bis 29,9) sind 7 bis 11,5 kg ideal, bei Adipositas (BMI über 30) nur 5 bis 9 kg. Eine zu starke Gewichtszunahme erhöht das Risiko für Gestationsdiabetes und Präeklampsie.

Was ist der Unterschied zwischen Empfängnisdatum und letzter Periode?

Die letzte Periode liegt im Durchschnitt 14 Tage vor dem Eisprung und damit vor der möglichen Befruchtung. Weil der genaue Empfängniszeitpunkt selten bekannt ist, rechnet die Medizin standardmäßig vom ersten Tag der letzten Periode. Wer das Empfängnisdatum kennt, kann es direkt eingeben — der Rechner addiert dann 266 Tage (38 Wochen ab Befruchtung).

Wie hilft der Schwangerschaftsrechner bei der Planung in Deutschland?

Der Rechner zeigt Ihnen auf einen Blick: Entbindungstermin, aktuelle SSW, Trimester und den ungefähren Beginn des Mutterschutzes. Das erleichtert die Terminplanung für Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt oder der Hebamme, die Anmeldung in einer Geburtsklinik (empfohlen bis SSW 24) sowie die Kommunikation mit dem Arbeitgeber über Mutterschutzfristen.
Hinweis: Dieser Rechner dient dazu, hilfreiche Schätzungen zu Informationszwecken bereitzustellen. Obwohl wir uns um Genauigkeit bemühen, können die Ergebnisse je nach örtlichen Gesetzen und individuellen Umständen variieren. Wir empfehlen, bei wichtigen Entscheidungen einen professionellen Berater zu Rate zu ziehen.